Visionen und Ziele: Etappen auf dem Weg vom Traum zur Wirklichkeit
Quantenspringerin.-Expertin Dr.-Ing. Alexa Zierl für das Ressort "EnergieWende"
Kommunikation und Beratung für Energiewende und Klimaschutz. Freie Journalistin.
"Jede(r) kann ein bißchen die Welt retten!"
Direkter Kontakt alexa.zierl@quantenspringerin.de
Meine Beiträge aus den Vor-Monaten finden Sie im ImpulsArchiv!
Willkommen zum "EnergieWende"-Impuls am 21. Februar 2012!
"Öffentlichkeitswirksam: Auf Kundenfang für die Energiewende!"
Man kann die Energiewende - den Umstieg auf 100 % erneuerbare Energien - als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, als vierte technische Revolution, als Vision sehen. Oder zur Abwechslung mal als Produkt oder Geschäftsidee.
Dann würde ich mich fragen: Wen möchte ich mit dieser Geschäftsidee ansprechen? Was „braucht“ meine Zielgruppe? Wieso sollte sie das „Produkt Energiewende kaufen“?
Möchten Sie mit mir auf Kundenfang für die Energiewende gehen? Dann lesen Sie weiter.
Wer braucht die Energiewende?
Wenn man jemanden für eine Veränderung, ein neues Produkt gewinnen will, setzt man am besten an den „Engpässen“, den Problemen an. Also: Welche Probleme löst die Energiewende? Oder umgekehrt betrachtet: Welche „Bedürfnisse“ befriedigt die Energiewende? Ich „erklimme“ einfach mal Stufe für Stufe die berühmte Maslowsche Bedürfnispyramide ...
- physiologische Bedürfnisse / Problem: steigende Energiekosten
Der Ölpreis ist in den letzten 15 Jahren von 20 auf über 100 Dollar gestiegen, und mit ihm die Kosten für Heizöl, Benzin, Diesel und auch Erdgas. Hauptgrund ist, dass die fossilen Energieträger zur Neige gehen, und Verknappung bedeutet Verteuerung. Grund genug (sollte man meinen), sich ernsthaft mit der zweiten Seite der Medaille Energiewende zu beschäftigen: dem Energiesparen.
Für diejenigen, die es lieber in der Praxis lernen wollen: Manche Fahrschulen bieten auch ein „Öko-Fahrtraining“ an.
- Bedürfnis nach Sicherheit / Problem: Versorgungssicherheit
Erinnern Sie sich noch an meinen Wunsch im Dezember-Beitrag? „Genügend Wind im Winter, so dass es keinen Strom-Blackout gibt“ hatte ich geschrieben. Und was war? Im Dezember und Januar blies der Wind, und in der (windlosen) Kälteperiode im Februar strahlte die Sonne und Deutschlands Photovoltaik-Anlagen retteten die Franzosen mit ihren Stromheizungen vor dem Frieren. Ja, genau die „Atomstrom-Meister“ aus Frankreich. Warum? Weil Atomreaktoren Kühlwasser brauchen, und das ist in kalten Wintern (und in heißen Sommern!) ein Problem.
Gerade die regional verteilte („dezentrale“) Erzeugung erneuerbarer Energien, in Zukunft kombiniert mit intelligenten Stromnetzen und Stromspeichern, kann uns also mehr Sicherheit vor dem gefürchteten Stromausfall geben.
- soziale Bedürfnisse / Problem: Entfremdung
Einerseits geht der Trend hin zur stärkeren Individualisierung: Jede(r) braucht eine eigene Waschmaschine, ein eigenes Auto, ein eigenes Was-auch-immer. Andererseits ist der Mensch (immer noch) ein soziales Wesen, das beweist für mich gerade die manchen als „unsozial“ (weil technisch) erscheinende digitale Freundeswelt von Facebook & Co.
Die Welt der erneuerbaren Energien lässt uns in vieler Hinsicht wieder näher zusammenrücken: CarSharing und Mitfahrzentralen statt allein im eigenen Auto, gemeinsam in Bürgergenossenschaften eine Solaranlage oder ein Windrad finanzieren, Einkaufen in Fußentfernung, „Wasch-Partys“ in Facebook organisieren, vielleicht sogar ein Trend zum gemeinschaftlichen, Generationen übergreifenden Wohnen statt Einfamilienhaus „in der Pampa“?
- Individualbedürfnisse / Problem: „Fossile Energien sind uncool“
Noch zählt der „dicke BMW / Mercedes ...“ als Statussymbol. Aber nicht mehr überall. In Städten wie München sagen bereits 30 % der Jugendlichen, dass sie kein eigenes Auto haben wollen. Handys sind cooler. Wer einmal mit einem Pedelec (Elektrofahrrad) durch die Gegend gebraust ist, möchte es nicht mehr missen.
Meine Tochter rümpft schon die Nase, wenn neben ihr ein „normales“ Auto anfährt, uns in eine Abgaswolke einhüllt und dazu noch lärmt. Ist es nicht ziemlich skurril, wie die Leute sich in einer großen, schweren „Blechbüchse“ durch die Stadt bewegen? Die Zeit wird ganz sicher kommen, da werden fossile Energien als das angesehen, was ihr Name aussagt: als Relikte der Vergangenheit.
Selbstverwirklichung & Transzendenz / Problem: Suche nach dem Sinn
Wenn man „oben auf der Pyramide angekommen ist“, so die Theorie, wendet man sich dem zu, was über einen selbst hinaus geht. Fragt sich, was der eigene Beitrag auf dieser Welt sein könnte. Hinterfragt vielleicht das, was uns selbstverständlich ist, unser gesellschaftliches Miteinander, unser Wirtschaftssystem des „mehr, mehr, mehr“.
100 % erneuerbare Energien stehen für viele gesellschaftliche Veränderungen: einen achtsamen Umgang mit Ressourcen, die Freude an dem, was man hat (statt Verzichtsangst), mehr Miteinander und Partizipation („Teil sein und Teil haben“). Und das Schöne ist, dass jede(r) einen Beitrag leisten kann zum großen Ganzen.
Und was hat das mit „Öffentlichkeit & Akquise“ zu tun?
Finden Sie sich in obigen Punkten wieder? Dann hat die Energiewende Sie vielleicht schon als Kunden beziehungsweise Kundin „akquiriert“. Und vielleicht erzählen Sie als „zufriedene Kunden“ dann auch anderen von diesem „tollen Produkt“, so wie ich es in dieser Rubrik mache.
Herzlichst, Ihre Alexa Zierl
Und: Diskutieren Sie mit mir in der XING-Gruppe „Quantenspringerin“ - im Forum „EnergieWende“. Ich freue mich darauf!
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